Panne auf der Autobahn: Was Sie sofort tun müssen
Auf der Autobahn entscheiden die ersten zwei Minuten. Die meisten schweren Unfälle mit Pannenfahrzeugen passieren nicht beim Liegenbleiben, sondern danach.
Kurz gesagt
Was tun bei einer Panne auf der Autobahn?
Warnblinker einschalten, möglichst weit rechts auf den Pannenstreifen ausrollen, Warnweste noch im Fahrzeug anziehen, auf der Beifahrerseite aussteigen, hinter die Leitplanke gehen und erst dort telefonieren. Das Pannendreieck wird hinter der Leitplanke gehend aufgestellt, mindestens 100 Meter zurück.
Die Reihenfolge, die zählt
Merken Sie sich diese Abfolge – sie ist bewusst so sortiert:
- Warnblinker sofort einschalten, noch während Sie ausrollen
- So weit rechts wie möglich anhalten, Räder leicht nach rechts einschlagen
- Warnweste anziehen, bevor Sie die Tür öffnen – nicht danach
- Auf der Beifahrerseite aussteigen, niemals zur Fahrbahn hin
- Alle Insassen hinter die Leitplanke bringen, auch Kinder und Tiere
- Pannendreieck aufstellen – hinter der Leitplanke gehend, mindestens 100 Meter zurück
- Erst jetzt anrufen
Der häufigste Fehler: im Auto sitzen bleiben. Ein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen wird bei einem Auffahrunfall mit voller Wucht getroffen. Hinter der Leitplanke sind Sie sicher.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie sind
Auf der Autobahn ist das der Normalfall – es gibt keine Strassennamen. Drei Wege führen zum Ziel:
- Leitpfosten am Fahrbahnrand: Die kleine Nummer darauf gibt Autobahn und Kilometer exakt an. Das ist die zuverlässigste Angabe überhaupt.
- Standort per Mobiltelefon senden: Über die Funktion „Standort senden" auf unserer Website oder direkt in WhatsApp übermitteln Sie Ihre Koordinaten auf wenige Meter genau.
- Letzte Ausfahrt und Fahrtrichtung: Weniger präzise, aber besser als nichts.
Nennen Sie immer auch die Fahrtrichtung. „A6 Richtung Thun" und „A6 Richtung Bern" sind zwei verschiedene Fahrbahnen mit getrennter Zufahrt – die Verwechslung kostet leicht zwanzig Minuten.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten
- Die Fahrbahn überqueren – auch nicht „kurz"
- Selbst reparieren, solange Sie zur Fahrbahn hin arbeiten müssen
- Das Fahrzeug auf eigene Faust anschieben oder abschleppen lassen von Privatpersonen
- Im Fahrzeug sitzen bleiben und warten
Auf Schweizer Autobahnen ist das Abschleppen durch Privatpersonen ohnehin nicht zulässig. Ein liegengebliebenes Fahrzeug muss von einem Fahrzeug mit entsprechender Ausrüstung geborgen werden.
Fazit
Sicherheit zuerst, Telefon danach. Wer hinter der Leitplanke steht, hat alles richtig gemacht – dann können wir uns in Ruhe um das Fahrzeug kümmern. Wir sind rund um die Uhr erreichbar, auch nachts auf der A6 und A12.